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Tag 60

Stressiger Verkehr in Lima

Endlich nähern wir uns wieder einer normalen Tagesroutine. Der Gegenwind ist zwar immer noch sehr stark, zwang uns aber heute zum ersten Mal nicht zur Pause am Nachmittag. Heute war das erste Mal Touristensteuer fällig: Bei einer Gabelung nahmen wir statt der PKW Route die Straße für den Transitverkehr. Nach einem Kilometer zog uns die Polizei aus dem Verkehr und wollte beide Autos und mich nicht mehr weiterfahren lassen. Schon bald stellte sich heraus, dass es hier weniger um ein Vergehen als Korruption ging. Leider hatten sie unsere Zulassungsscheine schon in der Hand und meinten, dass wir ohne Zahlung nicht

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Tag 59

Reisende unter sich

Unser neuer Plan scheint aufzugehen. Die erste Tagesetappe starteten wir um 6:30 Uhr mit, zumindest erträglichen, Windbedingungen. Drei Stunden später nahm die Windstärke wieder Ausmaße an, die wohl fast jeden Radfahrer zum Pausieren bewegen würden. Bis 15 Uhr kämpfe ich mich vorwärts. Es ist verdammt nervtötend immer wieder Pausen wegen des Gegenwindes zu machen, aber weiterzufahren hat zu dieser Tageszeit einfach keinen Sinn. Heute hatten wir dafür auch eine besondere Begegnung mit anderen Reisenden. Die Expeditionsgruppe, die in drei Autos von Cartagena bis Ushuaia unterwegs ist, fiel uns schon in Kolumbien und Ecuador auf. Jetzt, beim dritten Zusammentreffen auf der

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Tag 58

Ein neuer Tagesrhythmus

Der erste Start in den Tag war heute schon um 0:45 Uhr. Da der Wind in den Abendstunden nachlässt, wollten wir probieren in der Nacht zu fahren. Wettertechnisch lief es auch ganz gut für zwei Stunden, doch mental ist es eine wahnsinnige Herausforderung so früh anzufangen! Es ist einfach ein riesiger Unterschied, ob ich in die Dunkelheit hineinfahre bzw. weiß, dass es gleich hell wird oder stundenlang ohne Tageslicht zu fahren. Auch die Temperaturen nachts machen mir sehr zu schaffen. In der Wüstengegend hier wird es relativ kalt in den Nachtstunden. Durch die Bewegung schwitze ich aber natürlich. Diese Mischung

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Tag 57

Kampf gegen Windmühlen

Im Moment weiß ich nicht, wie es weitergehen soll. Ganz ehrlich, meine Energie ist fast am Ende. Hier im Norden Perus habe ich teilweise Gegenwind in einer Stärke von 50 km/h. Für einen Schnitt von 13 km/h muss ich im Moment die gleiche Tretleistung bringen, wie ich sie normalerweise bei 32 km/h erbringe. Es ist so unglaublich zermürbend. Außerdem habe ich einfach schon so viel Energie gebraucht, um die 15.000 km bis hierher zu fahren. Der Gegenwind im Süden der USA, die täglichen Gewitter seit Mexiko, die vielen Höhenmeter in Kolumbien und Ecuador forderten schon so viel Kraft. Ich

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Tag 56

Nur mehr Gegenwind

Es fällt mir von Stunde zu Stunde schwerer nicht an diesem beschissenen Gegenwind zu zerbrechen. Es ist so zermürbend, wenn man alles gibt, wirklich alles gibt, und dann als Höchstgeschwindigkeit 20 km/h am Garmin stehen hat. 20 km/h! Noch schlimmer wird es nur durch die Vorahnung, dass es die nächsten 2.000 km so weitergeht und wir heute lächerliche 160 Kilometer geschafft haben. Wir fahren die Küste Richtung Süden entlang und damit entgegen der Hauptwindrichtung, die hinauf in den Nordwesten geht. Links uns recht von mir nur Sand, ausgetrocknete Erde und sehr viel Müll. Die Straße ist kerzengerade und es

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Tag 55

Steiler Anstieg

Ecuador verabschiedete sich, wie es begonnen hatte – mit vielen Höhenmetern! Gleich zu Beginn der Tagesetappe stand mir der zweite Teil des Berges bevor, den ich gestern schon zu einem Drittel erklommen hatte. Bis auf 2100 Meter musste ich mich über den bisher steilsten Anstieg der gesamten Route hocharbeiten. Nur mehr im Wiegetritt oder mittels Spitzkehrenfahren war es möglich, weiterzukommen. Dafür wurde ich zumindest mit einer faszinierenden Aussicht über die Berge des Grenzgebietes zu Peru belohnt. Diese extremen Anstiege fordern mich nicht nur körperlich, sondern auch mental. Ich höre so oft, dass Ice2Ice für viele Menschen motivierend ist, aber im

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Tag 54

Bananenplantagen in Ecuador

Endlich ist es wieder flacher! Nach unserem Nachtstopp auf 1.700 Höhenmetern ging es runter bis auf 300 Höhenmeter. In der Ebene konnte ich dann endlich wieder eine große Distanz zurücklegen. Am Ende des Tages sollten es ganze 323km werden. In Ecuador prägt vor allem eine Pflanze das Landschaftsbild: die Bananenstaude. Ohne Pause säumen die Monokulturen die Straße. Aber irgendwo muss die süße Frucht, die sich wohl in fast jedem Supermarkt Europas bzw. der Welt findet, ja herkommen… Leider sammeln sich direkt davor wieder einmal die Müllberge. Es ist unglaublich schade, wie der Abfall hier direkt auf den Feldern landet

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Tag 53

Schlaglöcher und Nebel auf über 3.000 Metern

Ich sage mal, mir geht es den Umständen entsprechend gut. Wir haben heute den höchsten Punkt mit über 3.800 Metern erreicht und mein Körper spürt die 3.000 bis über 5.000 Höhenmeter täglich mittlerweile so richtig. Auf eine Mittagspause verzichteten wir und ich legte nur kleinere Pausen mit Sandwiches ein, damit wir den hohen Berg auch sicher noch überqueren konnten bevor es wieder schlagartig dunkel wird. Meine gestrige Wintermontur inkl. Heizeinlagen für die Schuhe von der Heat Company war heute wieder ein absolutes Muss! Ohne Daunenjacke, Handschuhe und Tuch ist es einfach klirrend kalt. Die Abfahrt von dem

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Tag 52

Über die Äquatorlinie zur Eiseskälte

Gestern wurde es durch den Grenzübertritt und den letzten Pass doch sehr spät bevor wir uns niederlegen konnten. Deshalb sind wir heute zum ersten Mal nicht im Morgengrauen, sondern mit dem Tageslicht gestartet. Nachdem es um 18:00 schlagartig dunkel wird, haben wir gestern von Ecuador nichts mehr gesehen. Als wir dann heute aufstanden, waren wir ziemlich begeistert wie schön es hier ist. Die Berge sind massiv und wir sind permanent in enormen Höhen unterwegs. Diese merke ich zwar am Rad, aber mein Team hat sie erst so richtig durch die Wahnsinnsaussicht in der Früh wahrgenommen. Der heutige Tag war recht

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Tag 51

Neues Land und neues Lebensjahr für Kerstin!

Die letzte Nacht haben wir getrennt voneinander übernachtet, da der große Camper mit Viki und Viola schon in die nächste größere Stadt vorgefahren ist, um Besorgungen zu erledigen. Mein „Afrika“-Bus ist mit Sami, Kerstin und mir in den Bergen stehen geblieben, da es schon dunkel geworden ist. Belohnt wurden wir am Morgen mit einem wunderwunderschönen Panorama zum Sonnenaufgang – ein gebührender Start in den Tag für Kerstins Geburtstag! Das war dann quasi auch ihr Geburtstagsgeschenk, denn zum Anstoßen und Feiern sind wir nicht wirklich gekommen, da die Tage hier immer anstrengend und stressig sind. Zu ihrer großen Freude hat es

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