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Tag 51

Neues Land und neues Lebensjahr für Kerstin!

Tag 51

Neues Land und neues Lebensjahr für Kerstin!

Die letzte Nacht haben wir getrennt voneinander übernachtet, da der große Camper mit Viki und Viola schon in die nächste größere Stadt vorgefahren ist, um Besorgungen zu erledigen. Mein „Afrika“-Bus ist mit Sami, Kerstin und mir in den Bergen stehen geblieben, da es schon dunkel geworden ist. Belohnt wurden wir am Morgen mit einem wunderwunderschönen Panorama zum Sonnenaufgang – ein gebührender Start in den Tag für Kerstins Geburtstag! Das war dann quasi auch ihr Geburtstagsgeschenk, denn zum Anstoßen und Feiern sind wir nicht wirklich gekommen, da die Tage hier immer anstrengend und stressig sind. Zu ihrer großen Freude hat es aber auch noch eine Geburtstagsüberraschung von Kathi, Claudia, Sari und Veronika für sie gegeben: ein großes Packerl mit kleinen Geschenken, Schokolade und vielen Motivationssprüchen.

Der heutige Tag stand im Zeichen der Berge. Ich bin heute meinen Höhenmeterrekord gefahren: 5.300 Höhenmeter auf einer Distanz von 235 Kilometer. So viele Höhenmeter habe ich noch nie am Rad an einem Tag gemacht! Mehr Höhenmeter schaffte ich bisher nur mit den Tourenschiern. Da waren es schon zwei Mal knappe 9.000 Höhenmeter. Ich bin schon sehr gespannt, wie ich das die kommenden Tage spüren werde.

Damit aber noch nicht genug, wir sind auch wieder in einem neuen Land: Ecuador. Der Grenzübertritt war für mich als Radfahrer wieder sehr einfach und ist zügig verlaufen. Für die Autos waren das dann wieder zwei Stunden, die sie mit den Formalitäten verbrachten. In der Zeit bin ich wieder im Dunkeln weitergefahren, bis sie mich einholten.

Spannend sind auch die Temperaturunterschiede, die wir hier erleben. Wir hatten gestern auf 600 Metern Seehöhe 41°C. Es gab überall Kakteen und die Luft war so heiß wie in der Sauna. In der Früh ging es dann wieder in die Berge, wo es auf dem höchsten Punkt auf 3.300 Metern nur mehr 4°C hatte! Das war auch der Grund warum wir heute so spät in die Nacht hineingefahren sind, denn ich wollte unbedingt von der Höhe wieder hinunterkommen. Jetzt sind wir auf einem Schotterplatz in der Nähe einer großen Stadt auf nur mehr 1.800 Metern. Auf dieser Höhe können wir einfach besser schlafen und ich kann mich besser regenerieren. Da die Nächte für uns sowieso schon kurz sind, spielt das natürlich auch eine Rolle, ob wir oben am Pass oder unten im Tal schlafen. Hier hat es auch angenehme 12°C und da es schon weit nach Mitternacht ist, gehen wir jetzt alle ins Bett.

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